Was sind die Unterschiede zwischen Viagra und Cialis?
Obwohl Viagra und Cialis letztlich dieselbe Wirkung haben, gibt es deutliche Unterschiede. Was sind die Unterschiede zwischen Viagra und Cialis? Erstens der Wirkstoff: Sildenafil (Viagra) und Tadalafil (Cialis). Dann gibt es (für die Anwender wahrscheinlich der wichtigste Unterschied) die Wirkdauer: 4 bis 6 Stunden bei Viagra und bis zu 36 Stunden bei Cialis. Sex kann dadurch spontaner stattfinden. Außerdem die Dosierung: Eine durchschnittliche Dosis enthält 10 mg Cialis im Vergleich zu 50 mg Viagra. Sie müssen also „weniger Medikament“ nehmen. Die Nebenwirkungen: Diese sind bei Cialis meist milder. Schließlich bleibt Cialis auch bei (mäßigem) Alkoholkonsum wirksam. Bei Viagra lässt die Wirkung deutlich nach.
Warum nimmt dann nicht jeder Cialis statt Viagra?
Das würde man erwarten. Es gibt jedoch einige Gründe, warum das nicht so ist. Viagra brachte als Erstes (1998) eine Erektionspille auf den Markt. Weil es damals weltweit enorme Medienaufmerksamkeit erhielt, hat Viagra einen Bekanntheitsgrad, der mit dem von Coca-Cola vergleichbar ist. Viele Männer haben einmal mit Viagra angefangen, und weil es gut wirkt, sehen sie keinen Grund, auf ein anderes Produkt umzusteigen oder sich auch nur mit möglichen Alternativen zu befassen. Kurz: Unbekanntheit des Produkts. Außerdem wirkt Cialis bei einigen Männern schlicht nicht, Viagra dagegen schon. (Das ist übrigens auch umgekehrt der Fall.)
Studien zu Viagra und Cialis
In Vergleichsstudien, in denen Männer beide Mittel nacheinander ausprobierten, bevorzugte die Mehrheit Cialis. In einer bekannten Studie (Govier et al., 2003) waren es rund zwei Drittel der Männer. Dank der längeren Wirkdauer wird Cialis auch als Wochenendpille bezeichnet.
Und zum Schluss noch dies …
Viagra wurde bei seiner Einführung 1998 vor allem als Arzneimittel eingeführt, und das zu Recht. Die Positionierung von Cialis im Markt ist etwas anders. Obwohl Cialis ausdrücklich ebenfalls ein verschreibungspflichtiges Medikament ist, wird Cialis schon eher als „Lifestyle“-Produkt gesehen: Cialis muss nicht unbedingt ein Medikament sein, das ein körperliches Leiden behebt, sondern wird auch als Unterstützung betrachtet. Mit anderen Worten: Sie müssen kein chronisches Erektionsproblem haben, um hin und wieder Cialis anzuwenden, wenn es nötig ist.
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